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Was versteht man unter Investmentfonds?

Investmentfonds sind eine klassische und für viele Investoren geeignete Anlage, auch wenn diese über weniger Erfahrung an den Kapitalmärkten verfügen. Anleger erwerben hier einzelne Anteile an einem Fondsvermögen. Die Summe des Fondsvermögens ergibt sich damit aus den Kapitalanlagen vieler verschiedener Investoren. Verwaltet wird das Fondsvermögen von einem oder mehreren Fondsmanagern. Sie entscheiden über die Auswahl an Wertpapieren oder Sachgütern, in die ein Fonds investiert, sind dabei allerdings nicht ganz frei. Sie müssen sich an die Anlagevorschriften ihres Fonds halten.

Als Sondervermögen sind Fonds besonders geschützt.

Die Fondsgesellschaft verwaltet den Fonds vollkommen unabhängig von eigenen Vermögenswerten – geht sie in Konkurs, sind ihre Investmentfonds nicht betroffen.

Grundsatz der Risikostreuung.

Da der Fonds je nach Anlagevorschrift die Möglichkeit hat, viele verschiedene Papiere unterschiedlicher Art und mit unterschiedlichen Anlagerisiken zu kaufen, findet eine Risikostreuung statt, die ein einzelner Investor in seinem privaten Depot kaum erzielen kann. Der Vorteil: Entwickeln sich einzelne Papiere im Fondsvermögen nicht wie erhofft, kann der große restliche Teil eventuelle Kursrückgänge auffangen. In gleicher Weise können jedoch auch Entwicklungen nach oben gebremst werden.

Was macht eigentlich eine Fondsgesellschaft?

Fondsgesellschaften investieren Geld von Anlegern nach festgelegten Vorgaben z.B. in Wertpapiere, Immobilien oder Rohstoffe. Durch die Verteilung des angelegten Kapitals auf unterschiedliche Anlageprodukte wird das Risiko verringert (Risikostreuung). Trotzdem kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen.

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(PDF 1,6 MB) Inhaltsbeschreibung Infografik

Fondsgesellschaften bündeln das Geld von Anlegern und investieren es in Aktien, Anleihen oder Immobilien.

Investmentfonds – von geringem Risiko bis spekulativ.

Es gibt so viele verschiedene Investmentfonds, dass tatsächlich für fast jeden Anlegertyp, von risikoarm bis spekulativ, Angebote vorhanden sind. Das zeigt sich auch in Zahlen: Per Ende 2014 betrug das von der deutschen Investmentbranche verwaltete Volumen in Publikumsfonds 788 Mrd. Euro bei einer Anzahl von über 8000 Fonds.* Publikumfonds sind jene, die öffentlich angeboten werden und von jedermann erworben werden können. Im Gegensatz dazu gibt es Fonds, die nur von institutionellen Anlegern, wie Versicherungen oder Pensionskassen, gekauft werden dürfen.

Die Grundregeln des Fondsinvestments.

Damit das Fondsinvestment keine Enttäuschung wird, sollten sich Anleger an einige Regeln halten: Ein solches Investment ist, auch unter dem Gesichtspunkt von Erwerbskosten und laufenden Kosten, mittel- oder besser langfristig zu sehen. Kursschwankungen können während der Laufzeit auch trotz Risikostreuung zu beträchtlichen Kapitalverlusten führen. Anleger sollten die Anlagevorschriften ihres Fonds kennen, um dessen Anlagerisiko richtig einschätzen zu können. Wie immer gilt die Regel: Ein höherer Ertrag muss mit einem höheren Risiko bezahlt werden. Die Börse macht keine Geschenke – und sie macht niemals eine Ausnahme von dieser Regel. Und: Je kleiner der Zielmarkt des Fonds, desto weniger abwechslungsreich und breit ist das Fondsvermögen investiert und desto größer sind Risiko und Chance.

*BVI-Statistik, 31.12.2014.

Positiv

  • Risikostreuung durch Investition in viele Papiere unterschiedlicher Art
  • Professionelles Management der Fonds
  • Schutz als Sondervermögen, unabhängig vom möglichen Konkurs der Fondsgesellschaft

Negativ

  • Erwerbskosten, jährliche Verwaltungskosten und Depotpreis
  • Risiko von Fehlmanagement
  • Kursschwankungen können zu Kapitalverlust führen
  • Je kleiner der Zielmarkt, desto größer das Risiko von Kursverlusten

Die Vor- und Nachteile der Anlageform Investmentfonds.

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