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Was versteht man unter offenen Immobilienfonds?

Diese Investmentfonds kaufen, verwalten und verkaufen Grundstücke, Bürogebäude, Hotels, Einzelhandelsobjekte oder Wohnimmobilien im In- und Ausland. Ziel der offenen Immobilienfonds ist es, Einnahmen aus Mieterträgen und steuerfreien Verkaufsgewinnen zu generieren. Die Wertentwicklung ergibt sich aus der Ausschüttung und dem Wert der Immobilien im Fonds.

Die Idee der Immobilienfonds: Kleinanleger am Immobilienmarkt teilnehmen lassen.

Auch Kleinanleger sollen einen Zugang zu den Ertragschancen des Immobilienmarkts erhalten, indem sie Anteile am Fondsvermögen erwerben können. Grundsätzlich sind die Anteile am Fondsvermögen börsentäglich handelbar. Dies führte in der Vergangenheit jedoch zu Liquiditätsproblemen bei den Fonds, wenn plötzlich viele Anleger ihr Geld zurückhaben wollten. Diesem Wunsch konnten die Fondsgesellschaften oft nicht schnell genug entsprechen, da der Verkauf von Immobilien einige Zeit in Anspruch nimmt. Deshalb müssen Neuanleger spätestens seit dem Jahr 2013 ihre Anteile für mindestens zwei Jahre nach dem Kauf halten. Auch gilt dann eine Kündigungsfrist von einem Jahr für Neu- und Bestandsanleger, so dass die Handelbarkeit von Anteilen an offenen Immobilienfonds eingeschränkt wird.

Was passiert im Falle einer Immobilienkrise?

Die Risiken eines offenen Immobilienfonds sind geringer als die eines Einzelinvestments in Immobilien. Dennoch spiegelt sich das Risiko des Immobilienmarkts, in den investiert wird, auch im Risikoprofil der Fonds: Wer beispielsweise 2007 einen in Amerika investierenden Fonds erworben hat, musste im Zuge der Immobilienkrise in den folgenden Jahren erhebliche Verluste hinnehmen. Und noch früher, im Jahr 2004, litten insbesondere in Deutschland investierende Fonds unter Renditeeinbrüchen, weil sie ihre Immobilien nicht mehr zu den erwarteten Konditionen vermieten konnten. Die Verluste häuften sich erstmals im Jahr 2006. Viele Anleger müssen sich bis heute gedulden, da einige Fonds vorübergehend geschlossen wurden oder sich noch in Zwangsliquidation befinden. Letztere mussten wegen großer Liquiditätsengpässe aufgelöst werden, was einige Jahre dauern kann und je nach der Qualität des Immobilienportfolios auch zu weiteren Verlusten führen kann. Das Risiko der Schließung oder gar Liquidation eines Fonds bleibt also bestehen, obwohl offene Immobilienfonds einen gewissen Anteil ihres Fondsvermögens, derzeit mindestens fünf Prozent, zur Sicherung der Liquidität in Anleihen oder ähnlichen Produkten halten müssen.

Unbedingt erforderlich: ein genauer Blick auf die Details.

Verfügt ein Anleger beispielsweise nicht über eigene Immobilien, so kann er über den Fonds dennoch am Immobilienmarkt partizipieren, um das eigene Vermögen noch breiter gestreut zu investieren und somit das Gesamtrisiko zu minimieren. Vor dem Kauf sollten Investoren jedoch einen intensiven Blick auf die Immobilien im Fonds werfen, auf ihren Vermietungsstand, die Laufzeit der Mietverträge und die Attraktivität der Standorte.

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