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Was versteht man unter Rentenfonds?

Rentenfonds investieren den größten Teil des Fondsvermögens in festverzinsliche Anleihen aus dem In- und Ausland – auch Rentenpapiere genannt – mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinssätzen. Null-Kupon-Anleihen und Anleihen mit variabler Verzinsung dürfen jedoch auch erworben werden. Die jeweilige Anlagevorschrift definiert, mit welchem Risiko der Fonds zu bewerten ist. Wird vor allem in Bundesanleihen investiert, sind die Renditechancen meist gering, die Sicherheit ist aber kaum zu übertreffen. Auch Anleihen vieler anderer Staaten gelten als sicher – mit einigen Ausnahmen.

Mit Unternehmensanleihen steigt die Chance – aber auch das Risiko.

Je größer der Anteil von Unternehmensanleihen ist, desto stärker steigt das Risiko im Fonds. Parallel nehmen aber auch die Ertragschancen zu. Wird in konservative Unternehmensanleihen von Emittenten mit hoher Kreditwürdigkeit – also bester Bonität – investiert, ist das Risiko gering. Sind aber hochriskante Unternehmensanleihen, Junk-Bonds genannt, im Fokus des Fonds, übersteigt das Risiko dieser Rentenfonds das Risiko eines Aktienfonds. Wird in Anleihen fremder Währung investiert, kommen zum Zins- und Rückzahlungsrisiko das Risiko – und die Chance – der Währungskursveränderung hinzu. Grundsätzlich gilt für Investoren: Je weniger risikofreudig sie sind, desto größer sollte der konservative Rentenfondsanteil im eigenen Portfolio sein.

Was Rentenfondsinvestoren außerdem wissen sollten.

Die Papiere in einem Rentenfonds werden tagesaktuell bewertet. Der Wert wird nicht nur von der aktuellen Höhe der Zinsen, sondern vor allem auch durch die Kursentwicklung der Anleihen bestimmt, die genau entgegengesetzt zur Zinsentwicklung verläuft. Sinkt das Zinsniveau, steigt der Wert bereits ausgegebener Anleihen mit einer Zinsvereinbarung von beispielsweise 4,5 Prozent, wenn neue Anleihen nur noch mit 3,25 Prozent verzinst werden. Doch der Mechanismus funktioniert auch in die andere Richtung: Ist das allgemeine Zinsniveau schon längere Zeit sehr niedrig und wird mit steigenden Zinsen gerechnet, können die Kurse von Rentenfonds stark sinken, sobald das Zinsniveau am Markt steigt. Wer dann verkaufen muss, realisiert unter Umständen Kursverluste.

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