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A
  • Was ist „Agio“?
    Agio bedeutet so viel wie „Aufgeld“ und ist ein meist in Prozent angegebener Betrag. Er wird auf den Nennwert eines Wertpapiers aufgeschlagen und vom Emittenten, dem Herausgeber des Wertpapiers, einbehalten. Das schmälert den Ertrag für den Anleger.
  • Was ist eine „Aktie“?  
    Nach dem deutschen Aktiengesetz (AktG) ist eine Aktie ein Wertpapier, das ein Anteil am Grundkapital und entsprechende Mitgliedschaftsrechte an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Der Inhaber einer Aktie – der Aktionär – haftet in Höhe seines Kapitalanteils, ist am Gewinn beteiligt und bei der Hauptversammlung stimm- und teilnahmeberechtigt. Die Aktie dient der Aktiengesellschaft zur Beschaffung von Eigenkapital, das der Aktiengesellschaft auch nicht entzogen wird, sobald der Aktionär sich zum Verkauf der Aktie entscheidet.
  • Was ist der „Aktienmarkt“?
    Als Teil des Kapitalmarktes ist der Aktienmarkt ein Handelsplatz, an dem Aktien gehandelt werden. Durch das Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage ergeben sich im Handel die Aktienkurse. Der klassische Parketthandel – bei dem Aktienhändler in Börsen zusammenkommen – wird indes zunehmend durch elektronische Handelsplattformen ersetzt, die von Börsengesellschaften betrieben werden.
  • Was ist eine „Anleihe“?  
    Anleihen sind langfristige Schuldverschreibungen mit einer festgelegten Verzinsung (Kupon) und bestimmter Stückelung. Anleihen werden häufig an Börsen gehandelt und amtlich notiert. Die Währung, auf die eine Anleihe lautet, wird als Denomination bezeichnet. 
  • Was ist der „Anleihemarkt“?
    Der Anleihemarkt (auch Rentenmarkt genannt) ist ein Segment des Kapitalmarktes, auf dem Anleihen – also festverzinsliche Wertpapiere – gehandelt werden. Nachdem die Anleihe am Primärmarkt emittiert wurde, ergibt sich der aktuelle Preis der Anleihe am Sekundärmarkt aus Angebot und Nachfrage, dem Anleihekurs.
  • Was ist „außerbörslicher Handel“?
    Finanztransaktionen zwischen Marktteilnehmern, die nicht über die Börse abgewickelt werden (auch OTC-Handel genannt, „Over The Counter”). 
B
  • Was sind „Basispunkte“?
    Basispunkte stellen eine Einheit für Zinssätze dar. 100 Basispunkte entsprechen dabei einem Prozentpunkt.
  • Was ist „bearish“?  
    Erwartungen eines Anlegers hinsichtlich fallender Kurse. Gegenteil: bullish.
  • Was ist ein „Bezugsverhältnis“?
    Relation zwischen den Zahlen der alten und der neu emittierten Aktien. Bei einer Kapitalerhöhung von 4 : 1 können die Altaktionäre für je vier bisher gehaltene Aktien eine neue beziehen.     
  • Was ist ein „Bond“?
    Bond ist die englische Bezeichnung für eine Anleihe. Mittlerweile ist der Begriff auch im deutschen Sprachraum geläufig.
  • Was ist die „Bonität“?   
    Maßstab für die Kreditwürdigkeit von Anleiheschuldnern, vor allem für die Fähigkeit, die laufenden Zinszahlungen und die Tilgungen des Anleihebetrags zum Zeitpunkt der Fälligkeit zu leisten. Je schlechter die Bonität eingeschätzt wird, desto höhere Zinsen muss ein Emittent zahlen, um seine Schuldverschreibungen am Markt zu platzieren.
  • Was ist „Buchgeld“?
    Buchgeld (Giralgeld, Bankengeld) sind Geldbeträge, die auf Konten bei Kreditinstituten für Zahlungszwecke zur Verfügung stehen. Buchgeld umfasst Sichteinlagen und Mittel, die zur Kreditgewährung bereitgestellt werden (z. B. Kontokorrentkredite). Nicht dazugezählt werden Spareinlagen.
  • Was ist „bullish“?     
    Erwartungen eines Anlegers hinsichtlich steigender Kurse. Gegenteil: bearish.
  • Was ist eine „Bundesanleihe“?
    Die deutsche Bundesanleihe (auch kurz Bund) ist eine langfristige Schuldverschreibung, die seit 1952 von der Bundesrepublik Deutschland als Staatsanleihe herausgegeben wird. Bundesanleihen sind neben anderen Bundeswertpapieren (bspw. Bundesschatzbriefen) eine Möglichkeit, über die der Bund seinen Kreditbedarf decken kann. Bei Emission hat sie in der Regel eine Laufzeit von 10 bis 30 Jahren und eine feste Nominalverzinsung. 
  • Was ist ein „Bundesschatzbrief“?
    Bundesschatzbriefe sind Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland, die speziell zur Vermögensbildung privater Anleger konzipiert wurden. Im Gegensatz zu Bundesanleihen ist die Laufzeit mit sechs (Typ A) bzw. sieben (Typ B) Jahren kürzer und der Zins ist zudem jährlich gestaffelt. Beim Typ A werden die Zinsen am Ende jedes Laufzeitjahres ausgezahlt, beim Typ B dagegen angesammelt und erst am Laufzeitende ausgeschüttet. Aus Kostengründen wurden seit 2013 keine Bundesschatzbriefe mehr aufgelegt. 
C
D
  • Was ist ein „Depot“?
    Unterschieden werden zwei Arten: geschlossene und offene Depots. Den Inhalt geschlossener Depots kennt nur der Bankkunde, sie bestehen zumeist aus Schließfächern in Panzerschränken in einer Bankfiliale. In einem geschlossenen Depot werden Wertgegenstände wie Wertpapiere, Goldbarren oder Schmuck feuerfest und diebstahlsicher aufbewahrt. Bei offenen Depots, auch Wertpapierdepots genannt, kennt die Bank den Depotinhalt und übernimmt neben der Verwahrung auch Verwaltungsfunktionen.
  • Was ist „Disagio“?
    Auch Abgeld genannt. Ein meist in Prozent angegebener Betrag, der bei der Ausgabe von Wertpapieren oder bei der Gewährung von Krediten vom Nennwert abgeschlagen wird. Ein Disagio schmälert den Ertrag des Herausgebers eines Wertpapiers und kommt dem Anleger zugute. Gegenteil: Agio
  • Was ist eine „Dividende“?
    Als Dividende bezeichnet man den Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft (AG), der an die Aktionäre ausgezahlt wird. Die Höhe dieses jährlich ausgezahlten Betrages wird meist auf der Hauptversammlung der AG festgelegt.
E
  • Was ist eine „Emission“?
    Eine Emission beschreibt die Erstausgabe neuer Wertpapiere (Aktien, Anleihen) durch Emittenten wie Kreditinstitute, Unternehmen oder den Staat. Die Ausgabe von Wertpapieren dient in der Regel der Kapitalbeschaffung für den Emittenten und erfolgt meist über Ausschreibungen oder Versteigerungen.
  • Was ist ein „Emittent“?
    Eine Institution, die Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen auf einem Markt ausgibt, was der Beschaffung von Eigen- oder Fremdkapital dient. Emittenten können Unternehmen, Staaten oder auch Notenbanken sein.
  • Was ist das „Emittentenrisiko“?
    Kauft ein Anleger Wertpapiere wie Anleihen, Zertifikate oder Optionsscheine, so geht er ein Emittentenrisiko ein, Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, d. h. einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der emittierenden Bank, ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.
F
  • Was ist der „Finanzmarkt“?    
    Der Finanzmarkt ist ein Oberbegriff für alle Märkte, auf denen ein Handel mit Finanzinstrumenten stattfindet (Devisenmarkt, Geldmarkt, Kapitalmarkt). Finanzmärkte können dabei entweder reguliert über Börsen oder frei zwischen zwei Parteien über den Tresen (außerbörslicher Handel) funktionieren. 
  • Was ist die „Finanztransaktionssteuer“?
    Die Finanztransaktionssteuer soll grundsätzlich auf alle Geschäfte im Finanzverkehr erhoben werden. Sie wirkt wie die Umsatzsteuer im Waren- und Dienstleistungsverkehr: Der Kauf und Verkauf von Wertpapieren wie Anleihen oder Aktien zwischen Banken oder anderen Finanzinstituten soll damit künftig einer Besteuerung von 0,1 Prozent unterworfen werden, Derivate sollen mit 0,01 Prozent Steuer belegt werden. Da Fiskalangelegenheiten in der EU einstimmig beschlossen werden müssen und sich einzelne Länder, wie Großbritannien, gegen eine solche Steuer wehren, ist die Einführung der Finanztransaktionssteuer auf EU-Basis schwierig. Eine der favorisierten Lösungen ist die Verständigung und Einführung der Finanztransaktionssteuer auf Länderebene.
  • Was ist ein „Forward“?     
    Ein unbedingtes nicht standardisiertes Termingeschäft wird auch als Forward bezeichnet, da der Handel nicht standardisiert über eine Börse verläuft, sondern unter frei verhandelten Bedingungen außerbörslich vollzogen wird. Die zugrunde liegenden Basiswerte sind sehr unterschiedlich, meist jedoch Devisen und Zinsen.
  • Was ist ein „Future“?     
    Ein Future ist genauso wie ein Forward ein Termingeschäft, wobei der Future standardisiert an der Börse und der Forward nicht standardisiert außerbörslich gehandelt wird. 
G
  • Was ist der „Geldmarkt“?
    Auf dem Geldmarkt versuchen Banken, größere Unternehmen, Versicherungen und auch der Staat kurzfristige Liquiditätsüberschüsse anzulegen bzw. bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen Kredite aufzunehmen. Neben solchen kurzfristigen Liquiditätsgeschäften werden über den Geldmarkt auch Kredite mit längerer Laufzeit (bis maximal zwölf Monate) zwischen Banken vereinbart. Auf dem Geldmarkt kommt dabei der Zentralbank durch die Festlegung des Einlagesatzes und des Spitzenrefinanzierungssatzes (im Falle der EZB) eine entscheidende Rolle zu. Durch die Vorgabe dieser Sätze wird ein Zinskorridor geschaffen, bei dem der Einlagesatz als untere und der Spitzenrefinanzierungssatz als obere Grenze für Geldmarktsätze mit vergleichbarer Laufzeit fungiert. Darauf aufbauend bilden sich die Zinssätze für längere Laufzeiten.
H
  • Was ist ein „Hedgefonds“?
    Hedgefonds unterliegen keinerlei Anlagerichtlinien und ihre Manager können somit in jede erdenkliche Form der Kapitalanlage investieren, z. B. in exotische Derivate. Sie zeichnen sich daher durch ein höheres Risiko aus, im Gegenzug bieten sie jedoch ein breit gefächertes Anlagespektrum und ein hohes Performancepotenzial. Die Kapitaleinlagen sind in der Regel vertraglich vereinbart für eine Laufzeit von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren und typischerweise werden erfolgsabhängige Managementgebühren bezahlt. 
I
  • Was ist eine „Investmentgesellschaft“?
    Ein Unternehmen, das Fonds gründet und verwaltet und Anteile an diesen Fonds an seine Kunden – die Anleger – verkauft. Mit diesem Kapital kauft die Investmentgesellschaft nach festgelegten Grundsätzen ein Portfolio aus Wertpapieren oder Immobilien.
K
  • Was ist eine „ordentliche Kapitalerhöhung“?
    Zu einem von der Aktiengesellschaft festgesetzten Emissionspreis werden neue Aktien ausgegeben, wobei die Aktionäre das Recht haben, gegen Entrichtung des Emissionspreises neue Aktien entsprechend ihrer bisherigen Beteiligung an der Aktiengesellschaft zu erwerben (Bezugsrecht).
  • Was ist der „Kapitalmarkt“?
    Der Kapitalmarkt ist der Markt für langfristige Zahlungsansprüche. Von besonderer Bedeutung ist der organisierte Kapitalmarkt, der vor allem den Börsenhandel, aber auch die Vermittlung von Angebot und Nachfrage durch Kreditinstitute einschließt. Zum Kapitalmarkt zählen der Aktienmarkt, der Rentenmarkt und der Terminmarkt. Die Einführung des Euro hat durch die Integration der Märkte der Teilnehmerländer der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion den größten Kapitalmarkt nach den USA geschaffen.
  • Was ist ein „Kreditausfallswap“?
    Ein Kreditausfallswap (Credit Default Swap, CDS) steht ganz im Zeichen der typischen Definition eines Swaps (Austauschvereinbarung) und verbrieft die Vereinbarung, bei Eintritt eines vorab festgesetzten Kreditausfalls eine Ausgleichszahlung an den Sicherungsnehmer zu leisten. Damit wirkt der CDS wie eine Versicherung gegen das Risiko eines Kreditausfalls und bringt dem Versicherungsgeber im Gegenzug eine Versicherungsprämie, die sich neben der Bonität des Referenzschuldners auch nach der Laufzeit des Vertrags richtet.  
  • Was versteht man unter „Kupon“?
    Im ursprünglichen Sinn den Teil eines Wertpapiers, der zur Einlösung eines Gewinnanteils oder einer Zinszahlung berechtigt – heute bezeichnet der Kupon den auf einer Anleihe angegebenen Zinssatz in Prozent.
  • Was ist ein „Kurswert“?
    Der Wert, zu dem ein Wertpapier bei einer Transaktion tatsächlich gehandelt wird. Je nach Angebot und Nachfrage kann der Kurswert vom Nennwert abweichen.
L
  • Was ist ein „Leerverkauf“?
    Ein Leerverkauf ist der Verkauf von Wertpapieren (oder anderen Vermögenswerten), die der Verkäufer zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht besitzt. Der Verkäufer spekuliert darauf, dass der Kurs bis zum Übergabedatum sinkt und unter dem tatsächlichen Verkaufspreis liegt. Die Kursdifferenz zwischen Verkaufs- und Kaufkurs ist der Gewinn des Leerverkäufers. Steigt der Kaufpreis in der Zwischenzeit, macht der Leerverkäufer Verlust. Leerverkäufe sind möglich, da der Liefertermin für Wertpapiere in der Regel erst einige Geschäftstage nach der eigentlichen Transaktion liegt.
  • Was ist „Liquidität“?       
    Der Begriff Liquidität bezeichnet im Grunde die Eigenschaft, einen Wertgegenstand schnell und ohne weitere Wertverluste in ein Zahlungsmittel umtauschen zu können. Die Liquidität drückt somit auch die Fähigkeit einer juristischen oder natürlichen Person aus, kurzfristig auftretende Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.
M
  • Was ist „Marktkapitalisierung“?
    Börsenwert eines Unternehmens. Gibt den Gesamtwert an, den eine AG an der Börse hat, errechnet durch Multiplikation des Kurswerts mit der Zahl der ausgegebenen Aktien.
N
  • Was ist der „Nennwert“?
    Der bei Ausgabe eines Wertpapiers oder einer Währung festgelegte Wert. Je nach Angebot und Nachfrage kann der Kurswert vom Nennwert abweichen.
  • Was ist der „Nominalzins“?
    Vertraglich vereinbarter Zinssatz verzinslicher Wertpapiere, ausgedrückt in Prozent auf den Nennwert.
O
  • Was versteht man unter einer „Option“?
    Als Option wird in der Finanzwelt das Recht (also die freiwillige Möglichkeit) bezeichnet, bestimmte Güter oder Wertpapiere zu einem in der Zukunft gelegenen Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zu handeln.
  • Was ist ein „Optionsgeschäft“?
    Ein Optionsgeschäft fällt in die Kategorie der bedingten Termingeschäfte, da der Käufer einer Option das Recht, jedoch nicht die Pflicht hat, eine bestimmte Anzahl des zugrunde liegenden Basiswertes (z. B. Aktien, Anleihen, Devisen oder Rohstoffe) während der Laufzeit der Option zu einem vorab festgelegten Preis (Basispreis) entweder vom Gegenpartner (Stillhalter) zu kaufen oder an ihn zu verkaufen. Bei Vertragsabschluss zahlt der Optionskäufer dem Stillhalter für dieses Wahlrecht eine Prämie. Kaufoptionen (Calls) können dazu genutzt werden, um auf steigende Kurse zu spekulieren, wohingegen Verkaufsoptionen (Puts) genutzt werden können, um sich gegen unerwünscht fallende Kurse abzusichern.
P
  • Was ist der „Primärmarkt“?
    Als Primärmarkt (auch Emissionsmarkt) wird der Teil des Finanzmarkts bezeichnet, an dem die Erstausgabe (Emission) von Finanzkapital (Aktien, Anleihen) vollzogen wird.
R
  • Was ist ein „Rating“?           
    Ein Rating (englisch für Bewertung) ist die Einstufung eines Schuldners oder eines Wertpapiers bezüglich dessen Bonität. Häufig werden diese Ratings von spezialisierten Ratingagenturen vorgenommen. Die Ratingcodes werden meist als Buchstaben dargestellt, wobei z. B. AAA bzw. Aaa bei den bekanntesten Agenturen den besten Bonitätsgrad darstellen. Schuldner oder Wertpapiere mit einem Rating von BBB– bzw. Baa3 oder besser werden als ”Investment Grade” bezeichnet. Solche mit einem schlechteren Rating werden als ”Subinvestment Grade” oder spekulativ eingestuft. Das Ende der Ratingskala wird durch den Buchstaben D bzw. C definiert und beschreibt Schuldner oder Wertpapiere, bei denen der Zahlungsausfall schon eingetreten ist. 
  • Was ist ein „Renditeabstand/Credit Spread“?
    Investiert man in Anleihen, bei denen das Ausfallrisiko höher ist, ist gleichzeitig auch die zu erwartende Rendite höher. Diesen Renditeaufschlag nennt man auch ”credit spread”. Grundsätzlich gilt: Je schlechter eine Anleihe von einer Ratingagentur bewertet wird, desto höher ist ihr ”credit spread”.
  • Was ist der „Rentenmarkt“?
    Siehe Anleihemarkt.
  • Was ist eine „Risikoprämie“?
    Unter einer Risikoprämie versteht man den Zinsaufschlag, den Investoren für eine Anlage in risikobehafteten Wertpapieren fordern im Vergleich zur Investition in eine als sicher geltende Anlage. Es gibt mehrere Faktoren, die sich auf die Höhe der Risikoprämie auswirken, wie die Bonität des Emittenten, die Liquidität und die Laufzeit der Anlage. Je größer dabei das Risiko ist, sein angelegtes Geld gar nicht oder nur mit Abschlägen zurückzubekommen, desto höher fällt die Risikoprämie aus. 
S
  • Was ist der „Sekundärmarkt“?
    Auf dem Sekundärmarkt wird der Handel von bereits emittierten Finanztiteln, wie bspw. Aktien oder Anleihen, durchgeführt. Nachdem diese Titel am Primärmarkt ausgegeben wurden, können sie auf dem Sekundärmarkt an neue Investoren weiterverkauft werden. Auf dem Sekundärmarkt erfolgt auch die Preisanpassung der Finanztitel, da dort der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Als wichtigster Sekundärmarkt wird die Börse gesehen.
  • Was ist eine „Stammaktie”?
    Aktie, die dem Anteilseigner die vom Aktiengesetz vorgesehenen Aktionärsrechte gewährt, insbesondere das Stimmrecht auf der Hauptversammlung.
  • Was ist ein „Standardwert“?
    Bezeichnung für international renommierte Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung. Als Synonym wird die englische Bezeichnung „Blue Chips” verwendet.
T
  • Was ist die „Terminbörse“?
    Eine Börse, an der Termingeschäfte wie Optionen und Derivate gehandelt werden, Transaktionen also, die in der Zukunft liegen, deren Verträge jedoch in der Gegenwart geschlossen werden.
  • Was ist ein „Termingeschäft“?
    Zu unterscheiden sind hier bedingte und unbedingte Termingeschäfte. Während bedingte Termingeschäfte auch als Optionsgeschäfte bezeichnet werden, versteht man unter einem unbedingten Termingeschäft ein verpflichtendes Geschäft: Der Käufer eines unbedingten Termingeschäftes geht die Verpflichtung ein, zu einem bei Vertragsabschluss definierten Zeitpunkt und Preis ein Wertpapier oder eine bestimmte Ware vom Verkäufer zu kaufen (”Long Position”), während sich der Verkäufer im gleichen Maße dazu verpflichtet zu liefern (”Short Position”). Termingeschäfte können bspw. genutzt werden, um auf Kursänderungen zu spekulieren oder um sich gegen finanzielle Risiken abzusichern. Gehandelt werden Termingeschäfte teils standardisiert über Terminbörsen, teils zu bilateral ausgehandelten Konditionen über den außerbörslichen Handel.
  • Was sind „thesaurierende Fonds“?     
    Investmentfonds, die keine regelmäßigen Ausschüttungen an die Anteilseigner vornehmen, sondern Wertpapiererträge reinvestieren.
V
  • Was bedeutet „verbriefen“?
    Wird etwas verbrieft (meistens Kapital), so werden normalerweise nicht handelbare Werte in auf einem Markt (meistens der Börse) handelbare Wertpapiere umgewandelt, beispielsweise verbriefen Aktien das Eigenkapital eines Unternehmens.
  • Was versteht man unter „Volatilität“?
    Aktienkurse und Zinsen unterliegen Schwankungen in Abhängigkeit von der Nachfrage. Diese Schwankungen bezeichnet man als Volatilität.
  • Was ist eine „Vorzugsaktie“?
    Eine Aktie mit Vorrechten. Oft ist auch eine Besserstellung der Vorzugsaktionäre bei der Abwicklung der Aktiengesellschaft vorgesehen. Das Stimmrecht ist dagegen meist ausgeschlossen.
W
  • Was ist ein „Wertpapier?
    Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die bestimmte Vermögensrechte verbrieft. Durch die Verbriefung wird der Handel mit diesen Rechten erleichtert. Beispiele für Wertpapiere sind Aktien, Anleihen oder Investmentfondsanteile.
Z
  • Was versteht man unter „Zinseszins“?
    Zins ist die Gebühr für die Nutzung eines fremden Gutes oder Geldes. Zinseszins bedeutet, dass in der Berechnungsgrundlage für den Zins bereits anfallende Zinsen enthalten sind. Das bewirkt, dass Schulden oder Vermögen exponentiell steigen, da sie sich durch jede Zinszuschlagung erhöhen und auf diese neue Gesamtsumme wiederum Zinsen gezahlt werden.