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Was versteht man unter Wandelanleihen?

Wandelanleihen sind festverzinsliche Anleihen, die von Aktiengesellschaften oder anderen Emittenten herausgegeben werden. Der Investor erwirbt zunächst eine Anleihe, die innerhalb einer festgelegten Frist in Aktien umgewandelt werden kann. So kann etwa eine Bank eine Wandelanleihe auf Aktien der Deutschen Telekom herausgeben. Anleger erhalten während der Laufzeit regelmäßige Zinszahlungen und können innerhalb der festgelegten Wandlungsfrist die Anleihe in eine definierte Anzahl von Aktien der Deutschen Telekom wandeln. Der Tausch lohnt sich für den Anleger, wenn die Umwandlung in Aktien für ihn profitabler ist als die Anleihe.

Wann lohnt sich ein Tausch für den Anleger?

Ein Tausch kann dann sinnvoll sein, wenn man die Anzahl der Aktien entsprechend dem Wandlungsverhältnis mit dem aktuellen Aktienkurs multipliziert und das Ergebnis größer ist als die Summe von Zins- und Rückzahlung der Anleihe. Steigen die Aktienkurse, steigt auch der Kurs der Wandelanleihe. Sinkt der Aktienkurs, wandelt der Anleger nicht. Er erhält seine regelmäßigen Zinszahlungen und bekommt bei Fälligkeit den Nennwert der Anleihe zurück. Während der Laufzeit fällt der Kurs der Wandelanleihe niemals so stark wie der Aktienkurs, da Zins- und Rückzahlung den Wert der Anleihe sichern.

Zwei Arten von Wandelanleihen.

Dabei unterscheidet man zwei verschiedene Arten: Die sogenannten „Convertible Bonds” werden aufgrund des Wandlungsrechts und der damit verbundenen Chance auf höhere Aktienkursgewinne relativ gering verzinst. Selten werden Pflichtwandelanleihen angeboten. Diese „Mandatory Convertible Bonds” sehen eine Pflichtwandlung der Anleihe in Aktien bei Fälligkeit vor, falls der Anleger von seinem Wandlungsrecht während der Laufzeit keinen Gebrauch gemacht hat. Die Anleihe wird also nicht in Geld zurückgezahlt, sondern in Aktien.

Weitere Charakteristika und Risiken.

Wie bei den meisten Wertpapieren besteht auch bei Wandelanleihen das sogenannte Bonitäts- und Emittentenrisiko. Hierunter versteht man die Gefahr der Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, d. h. eine mögliche vorübergehende oder endgültige Unfähigkeit zur termingerechten Erfüllung seiner Zins- und Tilgungsverpflichtungen. Ein Ausfall des Schuldners kann zu Verlusten bis hin zum Totalverlust führen.

Der Kurs einer Wandelanleihe wird wesentlich vom Kurs der zugrunde liegenden Aktie bestimmt. Das Kursrisiko von Wandelanleihen ist wegen der Anbindung an eine bestimmte Aktie grundsätzlich höher als bei Anleihen ohne Wandlungsrecht, gleichzeitig aber niedriger als bei einer Direktanlage in der betreffenden Aktie.

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