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Was versteht man unter Immobilienfinanzierung mit Wohn-Riester?

Mit Einführung des Eigenheimrentengesetzes hat die Bundesregierung die Möglichkeit geschaffen, dass Immobilienkäufer ihre Riester-Rente unter bestimmten Voraussetzungen in die eigenen vier Wände investieren. Wohn-Riester fördert beispielsweise den Bau, den Kauf, die Entschuldung oder den barrierereduzierenden Umbau von selbst genutztem Wohneigentum in Deutschland.

Wohneigentum wird in die private Altersvorsorge integriert.

Sparleistungen für eine selbst genutzte Immobilie oder Tilgungsraten für Hypotheken einschließlich Zulagen können bis zu einer Höhe von 2.100 Euro jährlich von der Steuer abgesetzt werden. Außerdem dürfen Hauskäufer für ihre Spar- und Tilgungsbeiträge die Riester-Zulage kassieren. Voraussetzung ist der Abschluss eines Riester-zertifizierten Spar- bzw. Darlehensvertrages. Die volle Grundzulage pro Jahr beträgt 154 Euro, und pro Kind gibt es weitere 185 Euro – für jedes nach 2008 geborene Kind sogar 300 Euro. Voraussetzung ist die Zahlung des vollen Mindesteigenbetrages. Diese Zulagen, die extra zu beantragen sind, dürfen auch in Riester-zertifizierte Bausparverträge fließen oder für die Abzahlung von Immobiliendarlehen verwendet werden, sofern diese Riester-zertifiziert sind.

Was heißt das für Sparer, die bereits einen Riester-Vertrag haben?

Auch Sparer, die bereits seit Jahren einen Riester-Vertrag unterhalten, können einen Teil oder auch das gesamte angesparte Kapital entnehmen, um eine Immobilie zu kaufen oder ein Immobiliendarlehen zu tilgen.

Neuregelungen des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes ab 1. Januar 2014:

  • Jederzeitige Kapitalentnahme für selbst genutztes Wohneigentum:
    Gefördertes Altersvorsorgevermögen kann jederzeit bis zum Beginn der Auszahlungsphase für die Tilgung eines Darlehens, das für die Anschaffung oder Herstellung einer selbst genutzten Immobilie aufgenommen wurde, eingesetzt werden.
  • Barrierefreier Umbau:
    Riester-Guthaben lassen sich nun auch für alters- und behindertengerechte Umbaumaßnahmen verwenden.
  • Jederzeitige Einmalbesteuerung:
    Zu Beginn der Auszahlungsphase mussten sich Sparer bislang zwischen einer Besteuerung der auf dem Wohnförderkonto aufgelaufenen Summe in gleichen Raten bis zum 85. Lebensjahr oder für eine rabattierte Einmalbesteuerung von 70 Prozent des geförderten Kapitals entscheiden. Durch die Gesetzesänderung bietet Wohn-Riester nun die Möglichkeit zur Einmalbesteuerung während der gesamten Auszahlungsphase.
  • Verlängerung der Reinvestitionsfristen bei Aufgabe der Selbstnutzung:
    Bei Verkauf oder Vermietung des Wohneigentums lässt Wohn-Riester jetzt mehr Zeit, den geförderten Betrag in gleicher Höhe in eine andere Immobilie zu investieren.
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