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Was versteht man unter der gesetzlichen Rentenversicherung?

Die gesetzliche Rente und die anderen Systeme der ersten Schicht der Vorsorge-Pyramide bilden den Grundstock der Altersvorsorge. Arbeitnehmer sind grundsätzlich pflichtversichert, auch während Kindererziehungszeiten und während des Bezugs von Arbeitslosen- oder Krankengeld.

Grundlage der Rente: der Generationenvertrag.

Das System der gesetzlichen Rente fußt auf dem sogenannten Generationenvertrag. Dabei handelt es sich um eine Umlagefinanzierung: Beitragszahler kommen für die Renten der aus dem Arbeitsleben Ausgeschiedenen auf und erwerben damit den Anspruch auf die eigene Rente. Ein Beitragszahler zahlt also nicht für seine eigene Rente in die Rentenversicherung ein, sondern für die Rente der heutigen Rentner. Geld, das heute eingezahlt wird, wird auch grundsätzlich heute ausgegeben. Durch den demografischen Wandel – es gibt immer weniger Einzahler und immer mehr Rentenbezieher – stößt dieser Generationenvertrag jedoch mittlerweile an seine Grenzen.

So wird die Rente berechnet.

Die Höhe der gesetzlichen Rente berechnet sich nach der sogenannten Rentenformel. Sie berücksichtigt die persönliche Beitragshöhe, die Dauer der Beitragszahlung und die allgemeine Lohnentwicklung. Auch Kindererziehungszeiten, ein soziales oder ökologisches Jahr und andere anrechenbare Zeiten, wie etwa Pflegezeiten, werden mit eingerechnet. Bei der Auszahlungshöhe spielt auch das Renteneintrittsalter eine Rolle, denn wer frühzeitig in Rente geht, zahlt weniger ein und muss mit Abschlägen leben. Wird vom Rentenniveau gesprochen, handelt es sich immer um die Rente eines beispielhaften Standardrentners: Er leistet 45 Jahre lang auf den bundesdurchschnittlichen Verdienst Beiträge zur Rentenversicherung und erhält dafür derzeit rund 1.370 Euro Rente monatlich, wenn er mit 67 Jahren in den Ruhestand geht. Wie hoch die eigenen Rentenansprüche sind, kann bei der Deutschen Rentenversicherung erfragt werden. 

Prognosen für die weitere Entwicklung sind kaum möglich.

Die künftige Entwicklung der gesetzlichen Rente zu beurteilen, ist kaum möglich – die Politik spielt dabei eine große Rolle. Grundsätzlich sorgt der demografische Wandel dafür, dass immer weniger erwerbstätige Menschen für eine steigende Anzahl an Rentnern aufkommen müssen. Dass das Rentenniveau im Alter daher tendenziell sinken wird, scheint eine logische Folge zu sein.

Positiv

  • Mindestabsicherung und damit Basisschutz vor Armut
  • Basisabsicherung des Risikos der Erwerbsminderung

Negativ

  • Rentenniveau wird weiter sinken
  • Allein mit gesetzlicher Rente ist der Lebensstandard nicht zu halten

Die Vor- und Nachteile der Vorsorge mit der gesetzlichen Rentenversicherung.

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