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Was versteht man unter einer privaten Rentenversicherung?

Private Rentenversicherungen sichern wie alle Rentenversicherungsverträge das sogenannte „Langlebigkeitsrisiko“ ab. Das heißt, sie leisten ab einem bestimmten Zeitpunkt lebenslang regelmäßig Rentenzahlungen.

Die zwei Formen der privaten Rentenversicherung.

Bei der aufgeschobenen Rentenversicherung werden zunächst regelmäßig oder einmalig Beiträge eingezahlt. In der zweiten Phase zahlt der Versicherer dann eine kontinuierliche Rente aus – lebenslang, auch dann, wenn die eingezahlte Summe schon aufgebraucht ist. Bei der Sofortrente wird ein größerer Betrag auf einmal eingezahlt, der dann als lebenslange Rente per sofort ausgezahlt wird.

Grundsätzlich besitzt der Versicherte bei einer privaten Rentenversicherung ein Kapitalwahlrecht, auf das man bei Vertragsabschluss auch bestehen sollte. Die Versicherungssumme kann also auf einmal oder als Rente ausgezahlt werden  – manchmal auch als Kombination. Diese Wahlmöglichkeit ist dann von Relevanz, wenn der Versicherte das Kapital nicht zur Altersversorgung verwenden möchte.

Zwei Optionen für die Auszahlungsphase.

Die Rente besteht aus einem garantierten Teil und einem von den zukünftigen Erträgen (Überschussbeteiligung) abhängigen Teil. In der Auszahlungsphase hat der Versicherte meist die Wahl zwischen zwei Varianten: 

  • Die Rentenzahlung beginnt auf einem niedrigeren Niveau, kann im Laufe der Zeit durch die Überschussbeteiligung, also eine Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg des Versicherers, nur steigen.
  • Die Rentenzahlung beginnt auf einem höheren Niveau unter Einrechnung der zu erwartenden Überschüsse. Verfehlt die Versicherung diese Erwartungen jedoch, ist eine Reduzierung der Rente möglich. Die garantierte Rente bleibt jedoch als Untergrenze in unveränderter Höhe bestehen.

Die steuerliche Behandlung der privaten Rentenversicherung.

Bei lebenslänglichen Rentenzahlungen ist die Rente nur in Höhe des steuerlichen Ertragsanteils steuerpflichtig. Der Ertragsanteil richtet sich dabei nach dem Alter des Steuerpflichtigen bei Rentenbeginn (z. B. bei einer Rentenzahlung ab dem vollendeten 67. Lebensjahr 17 Prozent der Rente). Das bedeutet, dass diese 17 Prozent der Jahresrente mit seinem persönlichen Steuersatz besteuert werden. Bei Rentenleistungen aus einer Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung richtet sich der Ertragsanteil nach der voraussichtlichen Rentenlaufzeit.

Die während der Aufschubzeit der Rentenversicherung gegebenenfalls erwirtschafteten Erträge führen erst bei einer späteren Kapitalauszahlung (Ausübung des Kapitalwahlrechts, Teilkapitalauszahlung, Rückkauf) zu einer Steuerbelastung. Bei Kapitalauszahlungen muss nur die Hälfte des Ertrags (Differenz zwischen Auszahlungsbetrag und darauf entfallendem Beitrag) mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Auszahlung ab dem vollendeten 62. Lebensjahr erfolgt und die Ansparzeit mindestens 12 Jahre betragen hat. Anderenfalls muss der volle Ertrag mit 25 Prozent Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer versteuert werden. Vertragsänderungen während der Vertragslaufzeit können sich unter Umständen steuerlich auswirken.

ProduktBeschreibung
Private RentenversicherungGarantierte Verzinsung des Sparanteils 0,9 % plus Überschussbeteiligung
Fondsgebundene RentenversicherungDer Sparanteil des Versicherungsbeitrags wird in einem oder mehreren Investmentfonds angelegt, keine garantierte Rente

Die zwei Alternativen bei der Vorsorge mit einer Rentenversicherung. 

Positiv

  • Garantiert lebenslange Leistungen
  • Keine Gesundheitsprüfung
  • Auszahlungen werden mit einem geringen Ertragsanteil besteuert
  • Überschussbeteiligung

Negativ

  • Einzahlungen werden aus dem Nettoeinkommen bestritten
  • Nicht Hartz-IV-sicher

Die Vor- und Nachteile einer Rentenversicherung.

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